Station 2
Verwaltungshof
Geschäftszimmer
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Die Häftlinge trafen einzeln oder in kleinen Gruppen in Begleitung von Gestapobeamten oder Polizisten im Gestapogefängnis ein. Sie passierten das Haupttor und wurden auf den sogenannten Verwaltungshof geführt. Die
Männer und Frauen mussten sich
vor dem Geschäftszimmer in getrennten
Gruppen mit dem Gesicht zur Wand stellen, jüdische Häftlinge bildeten
eine gesonderte Gruppe. Nicht selten wurden die
Gefangenen bereits hier von Aufsehern mit Fußtritten und Stöcken
begrüßt.
Im Geschäftszimmer, das heute von Besuchern betreten werden
kann, arbeiteten unter dem Kommando des Oberaufseher
Schmids drei Häftlinge als „Kalfaktoren“. Die Häftlinge
wurden einzeln in das Büro gerufen, wo sie Wertgegenstände
und alle mitgeführten persönlichen Sachen abgeben mussten.
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Jeder Häftling wurde nach Geld, Schmuck oder „Kassibern“ durchsucht,
bevor er dann, nicht selten unter Fußtritten, aus dem Raum
gejagt wurde. Es kam vor, daß
Gefangene bereits bei der Aufnahmeprozedur
von Aufsehern mit Knüppeln, Stühlen oder sogenannten „Geißeln“ erschlagen
wurden. Besonders brutal gingen die vom Kommandanten
Jöckl oft
dabei beobachteten Aufseher mit jüdischen Gefangenen um.