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Aron, Albert und Berta Albert Aron wurde am 31. Juli 1878, Berta Aron am 9. Juni 1880 geboren. Im Jahre 1902 kam der Kaufmannssohn Albert Aron von Eichstätt nach Bamberg. Er betrieb seine Rechtsanwaltskanzlei in der Luitpoldstraße 32. Im Jahr 1922 wurde ihm der Titel eines Justizrates verliehen. Schon früh bekamen Albert Aron und seine ebenfalls jüdische Ehefrau Berta die Schrecken des nationalsozialistischen Regimes grausam zu spüren. Ihr Sohn Willy Aron, Gerichtsreferendar in Bamberg, war in der Leitung des Bamberger Reichsbanners tätig, einem der SPD nahe stehenden Verband zur Verteidigung der Weimarer Republik. Im März 1933 wurde Willy Aron als Jude und politischer Gegner der Nazis in Schutzhaft genommen und in das Konzentrationslager Dachau verschleppt. Dort wurde er im Mai 1933 bestialisch ermordet. Seine sterblichen Überreste wurden nach Bamberg überführt. Die Presse berichtete, er sei einem Herzschlag erlegen. Die Eltern durften den Sarg nicht mehr öffnen. Nach Willy Aron ist in Bamberg heute eine Straße benannt. Nach 1933 gingen die Kanzleieinnahmen Albert Arons so stark zurück, daß ihm die jüdische Gemeinde ab 1934 den Gemeindebetrag erließ. Nach dem Berufsverbot von November 1938 wurde Albert Aron auch die Zulassung als Konsulent versagt. Als letzte ’Wohnanschrift’ des Ehepaares Aron ist das Ghetto ’Weiße Taube’ im Zinkenwörth bekannt. Von hier aus wurden Albert und Berta Aron am 11. September 1942 mit dem =>Transport II/25 aus Nürnberg nach Theresienstadt deportiert. Sie blieben nur wenige Tage in Theresienstadt und wurden dann, am 29. September 1942, in den Transport nach Treblinka eingereiht und hier ermordet. |
